Traumatherapie

Verkehrsunfälle, Naturkatastrophen, (familiäre) Gewalterfahrungen, (sexuelle) Übergriffe sowie Fehlgeburten, Krankheiten, Sterbefälle und Mobbing können von Betroffenen als traumatisch erlebt werden. Ein Trauma tritt plötzlich und unerwartet ein und erschüttert das bisherige Weltbild. Betroffene fühlen sich hilflos, überwältigt und dem Geschehen schutzlos ausgeliefert. Auch im beruflichen Kontext kann es zu traumatischen Erlebnissen/Einsätzen kommen. Berufsgruppen die hiervon besonders betroffen sein können, sind Angehörige der Feuerwehr, Polizei oder der Bundeswehr. Trotz einer professioneller Ausbildung kann es vorkommen, dass diese Ereignisse nicht alleine bewältigt werden können.

Doch nicht jede schwere Belastung oder traumatisches Ereignis führt automatisch zu einer Posttraumatischen Belastungsreaktion. Jeder Mensch hat eigene Bewältigungsstrategien, individuelle Lebensumstände und eigenen Ressourcen, um mit belastenden Ereignissen umzugehen. Daher ist zunächst nicht das Ereignis an sich das Trauma, sondern die anschließende physiologische Reaktion darauf, die zu einer Posttraumatischen Belastungsstörung führen kann.

Leiden Betroffene auch Monate oder Jahre nach einem traumatischen Ereignis an belastenden Symptomen, spricht man von einer Psychotraumatischen Störung. Diese „entsteht immer als direkte Folge der akuten schweren Belastung oder des kontinuierlichen Traumas. Das belastende Ereignis oder die andauernden, unangenehmen Umstände sind primäre und ausschlaggebende Kausalfaktoren, und die Störung wäre ohne ihre Einwirkung nicht entstanden“ (ICD 10).

 

Typische Symptome einer Posttraumatischen Belastungsstörung:

  • Nicht steuerbare wiederkehrende Erinnerungen, Flashbacks
  • Schlafstörungen, Alpträume
  • Ängste, Panikattacken
  • Emotionale Taubheit, Gleichgültigkeit
  • Schreckhaftigkeit, erhöhte Reizbarkeit
  • Vermeidungsverhalten
  • Entfremdungsgefühle, Erschöpfung
  • Sozialer Rückzug
  • Kopf-, Rücken-, Muskelschmerzen

Wenn einige dieser Symptome länger als 4-6 Wochen andauern, liegt die Vermutung nahe, dass diese mit einer Traumatisierung in Verbindung stehen.

Betroffene können sich nicht immer an das Trauma erinnern. Symptome einer Traumatisierung können auch erst Jahre später auftreten, ausgelöst durch eine ähnliche Situation oder gleichartig erlebte Gefühle. Häufig ist es für die Betroffenen dann schwierig den Zusammenhang zu erkennen und zu verstehen.

Die spezielle Psychotraumatherapie (DeGPT) ist eine spezialisierte, psychotherapeutische Behandlung von Erwachsenen mit Traumafolgestörungen. Ziel der Traumtherapie ist es, den Betroffenen zu helfen mit dem Erlebten zu leben und sie bei der Bewältigung ihres Alltags zu stabilisieren. Bei der Behandlung kommen verschiedene Techniken zum Einsatz z.B. Stabilisierungstechniken, Entspannungsübungen, imaginative Techniken, EMDR und Konfrontationstechniken.

Falls Sie unter einem traumatischen Erlebnis leiden, Sie sich in einigen der oben genannten Punkten wiederfinden oder Sie den Eindruck haben mit Ihrer derzeitigen Lebenssituation nicht mehr alleine zurechtzukommen, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf.

Wir helfen Ihnen dabei, belastende Erinnerungen und Seelenschmerzen zu verarbeiten, um wieder freier zu werden und Ihre individuelle Lebensqualität zu verbessern.

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